Tod

Ich habe heute den Tod gesehen.

Ich habe seine kalte Hand gehalten und gestreichelt.

Wieder einmal hat mir das Leben gezeigt das ich endlich bin,dass wir alle endlich sind.

Wo auch immer du warst Opa…warst du noch da als ich versucht habe mich zu verabschieden?

Oder warst du schon auf und davon,wieder eins mit allem,wieder ein Teil von allem und mit allem?

Du warst ein Teil meines Lebens.Du gehörtest dazu seitdem ich denken kann.

War es Liebe?

Bestimmt.

Obwohl wir nie sehr verbunden waren warst du eine Konstante.Untrennlich verbunden mit Oma.

Oma und Opa.Immer.

Jeder Mensch hinterlässt ein Loch das nie zu füllen ist.So auch du.

Das Leben fließt weiter,geht weiter,auch ohne dich.

Das fühlt sich komisch an.

Ich hoffe so sehr dass du weißt dass du geliebt wurdest.Und dass du auch jetzt von Liebe umgeben bist.

Für immer.

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Wut

Ich bin so wütend!!!Auf mich!

Ich habe es zugelassen dass ein Mensch den ich liebe und für den ich alles getan habe und hätte mich für selbstverständlich nimmt.

Schlimmer noch:Er behandelt mich wie einen dummen Vollidioten,respektiert mich null und hat dafür gesorgt dass ich an mir selbst und meiner Wahrnehmung zweifle.

Ich habe begonnen mir selbst nicht mehr zu trauen.

Und das macht mich (um mal beim Wort zu bleiben) extrem traurig.Und hilflos.Ich bin hilflos und sprachlos gegenüber den ganzen Verwirrtaktiken,dem verdrehen der Wahrheit und den Gefühlsachterbahnen.

Manchmal habe ich das Gefühl bei solchen konfusen „Streitgesprächen“ daneben zu stehen und mich zu fragen wo die logischen Zusammenhänge liegen.

Und wenn ich das anspreche wird mir gesagt ICH wäre unlogisch.

Das Verwirrt mich,lässt meine Hirnwindungen Achterbahn fahren und macht mich so hilflos dass ich vor Wut und Schmerz schreien könnte!!

Es macht mich wütend, weil ich es besser wissen sollte.Weil ich einen Erfahrungswert habe was solche Menschen betrifft.

Es macht mich wütend,weil ich mir schon wieder erzählen lasse, dass ich schwierig zu lieben bin und ich weiß (!!) das ich im Gegenteil,alles von mir gebe, auf Kompromisse hoffe und teilweise sogar einfach einlenke,weil ich mich Aufgrund meiner Vergangenheit begonnen habe extrem zu reflektieren und auf Menschen zu achten damit ich niemals jemandem so weh tue wie mir weh getan wurde.

Vielleicht liegt da auch der Fehler:

Das Grenzen setzen gehört nicht zu meinen Stärken.

Wie gesagt:Ich übe.

Ich bin nicht das Problem.Ich bin nicht die Lösung.

Ich bin weder besonders gut noch besonders schlecht.

Ich bin ich.

Und ich bin richtig.

Das lasse ich mir nie wieder von irgend jemandem nehmen!!

Erniedrigung

Wenn man sich selbst so sehr verloren hat,sich so sehr nach Nähe und menschlicher Zuneigung sehnt das man nicht mehr auf sich achtet.

Auf sich,seine Grenzen,sein Selbstwertgefühl.

Wenn man seinen Stolz,seine Selbstbestimmung abgibt,wegwirft Hauptsache man wird nicht alleine gelassen.

Dann muss man daran arbeiten,dass das aufgelöste Selbst das auseinanderperlt wie eine Sprudeltablette wieder eine Grundstruktur bekommt.

Dazu braucht es eine gehörige Menge an heißer Wut.

Auf sich, weil man sich selbst weggeworfen und aufgegeben hat und auch teilweise auf die Menschen die von „Liebe“sprachen aber „benutzen“meinten.

Die Menschen denen man vertraut hat und auf deren Hilfe man angewiesen war und die einfach einen Schritt zurück machten und dich ins Leere fallen ließen.

Ich danke Ihnen dafür.Genau diese Menschen haben und machen mir immer wieder klar dass ich für mich und meine Rettung,meinen Selbstwert und mein Wohlergehen selbst verantwortlich bin.

ICH und zwar NUR ICH!

Ich mache Fehler.Immer wieder.Aber ich lerne langsam mich dafür nicht zu verurteilen,sondern daraus zu lernen und mich trotzdem zu respektieren wie ich bin.

Denn mein Respekt mir gegenüber ist ausschlaggebend.Nichts anderes!

Nachts…im Dunkeln

Als Kind hat man Angst im Dunkeln.Eine unbestimmte Angst,rational nicht zu erklären.Eine diffuses Schaudern vor verzerrten Schatten und dem Gefühl der Wahrnehmung seiner eigenen Sinne nicht mehr trauen zu können.

Ich bin Erwachsen,aber die Schatten bleiben.

Etwas das aus dem Dunkel steigt und flüstert.Von vergangenen Zeiten.Von schlimmen Dingen.

Mir wird kalt.Alles.Mein Herz,mein Sinn.Selbst mein Körper wird zu Eis.

Starre.Im Schwarzen.

Gefangen.

Bis ich es schaffe mich zu erinnern.An das Hier.Das Jetzt.

An Wärme,kleine Kinderhände die vertrauensvoll in meinen liegen,Lachen,bunte Wachsmalbilder,an Sonnenschein der auf meiner Nasenspitze tanzt,an den Duft von frisch gemachtem Popcorn,an die Frische nach einem Sommerregen…

An all das und mehr.

Dann wird die Schwarze Nacht plötzlich milder,zeigt mir kleine,helle Flecken und verspricht mir ein Morgen.

Es geht mir auf den Sack…

Ich bin hart abgenervt,meine Hutschnur kneift und auf dem Nervendrahtseil balanciert in enervierender Anmut ein besoffenes Känguruh.

Es ist der Zeitpunkt gekommen an dem ich aus Hilflosigkeit und Angst etwas falsch zu machen,traurig und aggressiv werde.

Und DAS…ist mal sowas von gar nicht gut.Weil DAS…bringt mich auf die Palme und lässt mich torpedoartig mit pelzigen Kokosnüssen wahllos auf Freund oder Feind schießen.Ein tropischer Amoklauf sozusagen.Fehlen nur die Cocktailschirmchen.Aber auch die würde ich mit der Präzision und der tödlichen Lautlosigkeit eines Ninjas zielgenau auf empfindliche Körperteile werfen.

Wen ich damit im Endeffekt verletze ist klar…Mich.

Und woran das liegt?An dem pathologischen Drang für andere RICHTIG und somit WICHTIG sein zu wollen.

Ich vergesse meine Grenzen.Lasse ungehindert jeden meiner Herzmenschen ins weichgoldene Landesinnere maschieren,mit ungewaschenen Füßen,laut grölend,Flaschen werfend und sich am Arsch kratzend.Wie eine Horde Hooligans nach nem Fußballspiel.

Also sitze ich im Endeffekt in dem Chaos von verlorenen Schlüppern,leer gegessenen Gefühlstüten,von den Herzwänden gerissenem,weichem Ich und ärgere mich maßlos über mich selbst.

Denn ich…und nur ich bin mein Securitypersonal,mein Schutzwall,meine Artillerie.

Genau ICH hätte es in der Hand gehabt vorher lässig aber bestimmt STOP zu sagen,cool über den Rand meiner Sonmenbrille blinzelnd und locker mit dem Schlagstock gegen mein Hosenbein tippend.

Aber….tief durchatmen…ich bin noch in Ausbildung.Ich lerne.

Langsam.Und ich mache Fehler.Aber,Ich lerne.

Und bis dahin findet man mich eben öfter mal auf ner Palme,da hat man Ausblick und Vll auch Cocktailschirmchen….in nem Riesen Glas Strawberry Daiquiri!

Schweben…

Unsicher durch den Äther wabern.Sich wie Wasserfarbe in einem gefüllten Glas verteilen und langsam zerflusen.Ausflocken.Nicht mehr ganz sein.Zerfließen.Es nicht aufhalten können.

Beängstigend.Und auf eine perverse Art komisch,kitzlig.

Innerlich vibrieren.Äußerlich cool,unberührt.

Innen brodelt es,kocht,das Untere kehrt sich nach oben bis es einem schlecht wird,man sich krank und fiebrig fühlt.

Äußerlich ist man Kalt,klar,ohne Regung.

Eis.

Bis man es nicht mehr aushält.Zerspringt in Milliarden Einzelteile.Und vergeht.Für immer.

Ruhe.

Schweben.

Nichts.

Allein sein

Wenn die Zeit kommt in der man einfach zu macht.Keinen mehr in seiner Nähe will.Dann ist der Kanal einfach voll.

Wenn man dann keinen Rückzugsort hat.Etwas das einem selbst gehört.Wo man die Tür schließen und die Welt aussperren kann.

Dann ist der Point of No Return erreicht.

Ich will keine Beziehung mehr.Ich will keinen Partner mehr.Ich will tatsächlich allein sein.Um mich zu sortieren.Um zu schauen was ICH will.Was MIR guttut.

Ich bin phantastisch darin nach den Bedürfnissen anderer zu schauen und diese zu erfüllen.Egal wie sehr ich dabei bröckle und breche.

Aber nach mir zu schauen.Nach meinen Bedürfnissen….darin bin ich eine Null.

Ein Selbstbedürfnissleghasteniker.

Das war schon immer so.

Aber das muss nicht immer so bleiben.

Ich beginne zu lernen.Quälend langsam und zäh.

Aber irgendwann werde ich mich sehen und mir lächelnd und wohlwollend zuwinken.Und ich werde glücklich zurückwinken.In ein vergangenes Gestern.

Lichtgeschwindigkeit 

Momentan habe ich das Gefühl immer einen Schritt hinterher zu hinken.So sehr ich renne und mich dabei fast überschlage, ich bin immer zu spät.

Es brennt an allen Ecken und Enden.Ich versuche zu löschen so gut es geht und merke dabei nicht mehr dass der eigentliche Brandherd in mir liegt.

Vielleicht weil ich es nicht sehen will.

Vielleicht renne ich nicht hinterher, sondern vorneweg.

Vielleicht flüchte ich.

Am liebsten würde ich mich ausruhen.Verschnaufen.Mich selbst wieder spüren.

Und gleichzeitig packt mich bei dem Gedanken mich zu spüren eine Namenlose Angst.

Also setze ich Scheuklappen auf und haste wie der Teufel. Bis ich Schnappatmung bekomme und mich so erschöpft fühle das ich mich wunderbar ausgeschaltet habe. *Knips*

Vielleicht muss das einfach gerade so damit ich nicht durchdrehe.

Und vielleicht sollte ich deshalb nicht so streng mit mir sein, sondern ich sollte mich verstehen und wohlwollend „kommt Zeit kommt Gefühl“murmeln.

Und vielleicht schaffe ich das auch irgendwann.

Und gerade ist es einfach wie es ist.